Interview: Wie man Produkte managt

Tobias über Produkte, Projekte und das Arbeiten im Team

 

Tobias, welche Aufgaben hast du als Produktmanager für Display-, Touch- und Systemlösungen?

Zu meinen Aufgaben gehört unter anderem die Auswahl und Betreuung von Lieferanten sowie die technische Unterstützung des Vertriebs. Der Vertrieb akquiriert im besten Fall neue Kunden, und sobald es um Entwicklungsprojekte geht, bin ich von Anfang an mit dabei. Ich erkläre den Kunden, was wir tun, wie wir arbeiten, und versuche so, das Projekt für uns zu gewinnen.

Außerdem beantworte ich Marketinganfragen und übernehme – wie aktuell – auch das Projektmanagement für Systemintegrationsprojekte. Ich kalkuliere Angebote für Systementwicklungen und bearbeite technische Kundenanfragen, vor allem im Bereich Displays.

Wenn ich das Projektmanagement übernehme, arbeite ich eng mit unserem Entwicklungsteam zusammen – gerade bei Systemintegrationsprojekten ist die Entwicklung fast immer direkt involviert.

Ich bin auch auf Messen unterwegs und generell Ansprechpartner für alles, was mit dem Bereich Display, Touch und Systemlösungen zu tun hat.

 

Wie bist du zu Elektrosil gekommen?

Das erste Mal bin ich über unseren Kollegen André zu Elektrosil gekommen. Er hatte hier bereits gearbeitet und mich empfohlen. Nach vier Jahren bin ich gegangen, um Erfahrungen in anderen Firmen zu sammeln. In meiner letzten Firma lief es irgendwann nicht mehr so gut, und da ich privat noch Kontakt zu André hatte, erzählte er mir, dass Elektrosil wieder jemanden sucht. Ich habe mich beworben, hatte ein Gespräch mit der Geschäftsleitung – und es hat einfach alles gepasst. Jetzt bin ich seit drei Jahren wieder hier.

 

 

Tobias mit dem Smart-Knob.

 

Wie hat sich dein Karriereweg entwickelt?

Zunächst habe ich im technischen Support angefangen – zu der Zeit war das Unternehmen noch anders organisiert: Es gab einen Produktmanager, und für jeden Produktbereich gab es einen technischen Support, der die Kunden bei allen technischen Themen unterstützt hat. Das war vielleicht vergleichbar mit dem, was in anderen Firmen als „FAE“ (Field Application Engineer) bezeichnet wird.

Irgendwann sind dann ein oder sogar zwei Produktmanager in meinem Bereich gegangen und ich habe die Rolle des Produktmanagers übernommen. Damals war ich zuständig für Display & Touch und Embedded Systeme. In dem Bereich haben wir auch noch Computermodule verkauft – das war ein bisschen anders als heute. In dieser Zeit haben wir eher als Distributor gearbeitet.

Heute entwickeln wir komplette Geräte – vom Gehäuse über die Elektronik im Inneren bis hin zur Software und der Integration des Displays. Wir verfügen inzwischen über deutlich mehr Entwicklungskapazitäten als früher.  Die Stellenbezeichnung ist zwar gleichgeblieben, aber die Inhalte meiner Arbeit haben sich im Laufe der Zeit deutlich verändert.

 

Wie sieht ein klassischer Arbeitstag bei Dir aus?

Mein Arbeitstag beginnt meistens damit, dass ich meine E-Mails checke und prüfe, was für den Tag ansteht – sowohl in meinen To-do-Listen als auch an dringenden Themen, die kurzfristig erledigt werden müssen. Dann priorisiere ich: Womit muss ich anfangen?

Ein großer Teil meines Tages besteht aus Kommunikation – E-Mails beantworten, mit Kollegen oder Kunden telefonieren und mich um Themen im Projektmanagement kümmern.

Was genau ansteht, hängt stark vom Projektstatus ab. Wenn wir zum Beispiel in der Abschlussphase eines Projekts sind, geht es darum sicherzustellen, dass alle notwendigen Dokumente rechtzeitig vorliegen und entsprechend erarbeitet werden. Im Tagesgeschäft kommen aber auch immer wieder spontane Dinge rein – zum Beispiel, wenn ein Kunde ein akutes Problem hat und schnell Unterstützung braucht.

Insgesamt ist jeder Tag anders, aber Kommunikation und Koordination machen einen großen Teil meiner Arbeit aus.

 

Welche Fähigkeiten werden als Produktmanager benötigt?

Ein Produktmanager sollte ein gutes technisches Verständnis für den jeweiligen Produktbereich mitbringen, den er betreut. Außerdem ist Kommunikationsstärke wichtig – denn man steht im ständigen Austausch mit Kunden, Lieferanten und Kollegen.

Man ist oft die zentrale Schnittstelle zwischen verschiedenen Abteilungen, und dafür braucht es auch organisatorisches Geschick. Selbstständiges Arbeiten und eine gute Selbstorganisation sind entscheidend. Und ein gewisses Maß an Durchsetzungsfähigkeit schadet ebenfalls nicht – gerade, wenn es darum geht, Projekte voranzutreiben oder Entscheidungen zu koordinieren.

 

 

 

 

Gibt es bestimmte Projekte oder Errungenschaften in deiner Karriere, auf die du besonders stolz bist?

In meiner Zeit hier haben wir bereits einige spannende Projekte umgesetzt – besonders in letzter Zeit konnten wir mehrere wichtige Kundenprojekte gewinnen und erfolgreich abschließen.

Es fällt mir aber schwer, von „eigenen“ Errungenschaften zu sprechen, weil solche Erfolge immer Teamleistungen sind. Oft übernimmt man ein Projekt auch in einer Phase, in der schon einiges vorbereitet wurde, und bringt es gemeinsam mit anderen ins Ziel.

Aktuell haben wir zum Beispiel ein sehr interessantes Projekt in der Entwicklung – den Smart-Knob Mini. Das ist technisch und konzeptionell wirklich spannend. Auch wenn ich stolz auf solche Projekte bin, sehe ich meinen Beitrag immer als Teil eines großen Ganzen innerhalb des Teams.