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Die Weiterentwicklung der WLAN-Technik hat zur Entwicklung diverser Standards und zu unterschiedlichen Spezifikationen geführt. Mit der Zeit wurden immer neue WLAN-Standards und Spezifikationen entwickelt um die WLAN-Technik schneller und besser zu machen.

 
 

Standard Frequenzen Kanäle

StandardFrequenzenKanäle
IEEE 802.11a5,15 GHz bis 5,725 GHzKanäle: 19, alle überlappungsfrei, in Europa mit TPC und DFS nach 802.11h
IEEE 802.11b2,4 GHz bis 2,4835 GHzKanäle: 11 in den USA / 13 in Europa / 14 in Japan. Maximal 3 Kanäle überlappungsfrei nutzbar.
IEEE 802.11g2,4 GHz bis 2,4835 GHzKanäle: 11 in den USA / 13 in Europa / 14 in Japan. Maximal 3 Kanäle überlappungsfrei nutzbar


Datenrate

StandardDatenrate
IEEE 802.112 Mbps maximal
IEEE 802.11a54 Mbps maximal (108 Mbps bei 40 MHz Bandbreite proprietär)
IEEE 802.11b11 Mbps maximal (22 Mbps bei 40 MHz Bandbreite proprietär, 44 Mbps bei 60 MHz Bandbreite proprietär)
IEEE 802.11g54 Mbps maximal (g+ =108 Mbps proprietär, bis 125 Mbps möglich; 2 Mbps im Mischbetrieb(g+b) mit IEEE 802.11b)
IEEE 802.11h54 Mbps maximal (108 Mbps bei 40 MHz Bandbreite)
IEEE 802.11n300 Mbps maximal (Verwendung von MIMO-Technik; Entwurf am 20. Januar 2006 verabschiedet; Draft 2.0 am 19. März 2007 als neuer Entwurf verabschiedet)
   
 
 

IEEE 802.11a – 54 MBit pro Sekunde – 5 GHz-Band

WLAN-Standard von 1999, welcher im 5 GHz-Bereich angesiedelt ist und durch den Frequenzbereich (Frequenzen von 5,725 GHz bis 5,850 GHz) relativ störungsfrei ist. Leider gibt es in dem Frequenzbereich auch Netze des Militärs und zur Flugsicherung.

In Europa sind die Geräte daher nur für den Einsatz innerhalb von Gebäuden und mit einer gedrosselten Sendeleistung zugelassen. Die Reichweite ist sehr gering und liegt zwischen 15 und 25 Metern bei einer maximalen Übertragungsrate von 54 MBit pro Sekunde.

 
 

IEEE 802.11b – 11 MBit pro Sekunde – 2,4 GHz-Band

Ebenfalls ein Wireless-LAN-Standard von 1999, welcher im 2,4 GHz Bereich angesiedelt ist. Trotz der im Vergleich zu IEEE 802.11a geringen Übertragungsrate von 11 MBit pro Sekunde ist dieser WLAN-Standard wesentlich verbreiteter und findet sich an vielen Universitäten und auch bei öffentlichen WLAN Hot-Spots wieder.

Die Vorteile sind unter anderem die höhere Reichweite von bis zu 300 m, die mit externer Antenne im Outdoor-Einsatz erreicht werden kann, und auch die Kompatibilität zum IEEE 802.11g-Standard.

Ein wesentlicher Nachteil von IEEE 802.11b ist jedoch das Frequenzband. Da bei 2,4 GHz auch andere Geräte arbeiten und unter anderem auch Bluetooth dort angesiedet ist, kann es zu Störungen kommen.

 
 

IEEE 802.11c – Wireless Bridging

IEEE 802.11c ist ein Standard für die drahtlose Koppelung unterschiedlicher Netzwerk-Topologien.

IEEE 802.11c wurde entwickelt, um mehrere Netzwerke mittels Wireless LAN verbinden zu können. Als Grundlage dient hierbei die MAC-Adresse als Identifikation der Gegenstelle.

 

 
 

IEEE 802.11d – World Mode

Der IEEE 802.11d-Standard wird auch gerne als "World Mode" bezeichnet und regelt die technischen Unterschiede in unterschiedlichen Ländern und Regionen. Hierzu gehört unter anderem die Anzahl und die Auswahl der Kanäle, die in einem Land für die Nutzung von WLAN freigegeben sind.

Ebenfalls geregelt wird die Auswahl der Basistechnologie, also ob IEEE 802.11 a, h, b oder g verwendet werden darf. Der Endbenutzer muss dank IEEE 802.11d lediglich seinen aktuellen Standort über eine Länder bzw. Regionsauswahl spezifizieren, das Gerät arbeitet dann mit den jeweils zugelassenen Standards.

 
 

IEEE 802.11e – QoS und Streaming-Erweiterung für a/g/h

Der IEEE 802.11e-Standard sieht Neuerungen für IEEE 802.11 a, h und g vor und erweitert diese unter anderem um QOS (Quality Of Service). Mit den Änderungen sollen die WLAN-Standards besser auf die Nutzung von Multimedia und Voice over IP (VOIP) abgestimmt werden und in der Lage sein, eine gewisse Datenrate zu garantieren sowie minimale Schwankungen bei der Paketlaufzeit.

QOS erlaubt es z. B. die Datenpakete für Internet-Telefonie bevorzugt zu versenden und dadurch geringere Verzögerungen zu haben.

 
 

IEEE 802.11f – Roaming nach dem IAPP für a/g/h

Der IEEE 802.11f-Standard sieht Verfahren für das Roaming von Clients zwischen verschiedenen Accesspoints nach dem IAPP (Inter Access Point Protocol) vor.


Mittels IEEE 802.11f wird es möglich, innerhalb eines großen drahtlosen Netzwerkes seinen Standort über die Reichweite eines einzelnen Accespoints hinaus zu verändern. Roaming bedeutet, dass die Netzwerk-Verbindung ohne Abbruch von einem Accesspoint auf den anderen übergeht.

 
 

IEEE 802.11g – 54 MBit pro Sekunde – 2,4 GHz-Band

WLAN-Standard von 2002/2003, welcher vollkommen abwärtskombatibel mit dem älteren IEEE 802.11b-Standard ist und ebenfalls auf Frequenzen von 2,4 GHz bis 2,4835 GHz im 2,4 GHz Frequenzband arbeitet.

Die Geschwindigkeit ist wie bei IEEE 802.11a auf maximale 54 MBit pro Sekunde beschränkt, die Sendeleistung und somit auch die Reichweite ist vergleichbar der des IEEE 802.11b-Standards. Dank der Kompatibilität lassen sich IEEE 802.11g-Router und -Accesspoints problemlos in ein bestehendes IEEE 802.11b-Netz integrieren.

 
 

IEEE 802.11h – 54 MBit pro Sekunde – 5 GHz-Band

Der IEEE 802.11h WLAN-Standard ergänzt den IEEE 802.11a-Standard um DFS (Dynamic Frequency Selection) und TPC (Transmit Power Control) und erlaubt somit nach der RegTP-Nutzungsverordnung für Frequenzen eine maximale Sendeleistung von bis zu 200 mW.

Da IEEE 802.11h jedoch weiterhin den gleichen Frequenzbereich wie IEEE 802.11a nutzt ist für IEEE 802.11h auch weiterhin nur der Indoor-Betrieb zugelassen.

 
 

IEEE 802.11i – Authentifizierung und Verschlüsselung für a/b/g/h

Mittels IEEE 802.11i wird versucht, die Sicherheit von WLANs zu erhöhen. IEEE 802.11i sieht unter anderem die Authentifizierung nach IEEE 802.1x (Extensive Authentication Protocol) und auch die Verschlüsselung nach AES (Advanced Encryption Standard) vor.

 
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